Tal der Naturgewalten und ländlichen Kultur

Jeder kleine Fleck, jeder Baum, jeder größere Stein – alles hat eine faszinierende Geschichte, alles ist mit Erinnerungen verbunden. Der Klostertaler hat seine eigene Mundart. Er spricht so, wie ihm „d’Schnorra gwachsa isch“. Die Mundart ist ein unschätzbarer Wert, den man pflegen und bewahren soll, und darauf legen die Einheimischen viel Wert. Wenn man Glück hat, kann man bei einem „gemütlichen Hock“, wie man im Klostertal sagt, hören, wie sehr sich die Einheimischen zu ihrem Tal bekennen. Im „Dalooser Liad“ zum Beispiel, oder „Auf der Grafenspitze stehe ich“.

Der Neugier und dem Wissensdurst sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt viele kleine Denkmäler, Kapellen die zu den Kleinoden und zu den Kostbarkeiten des Klostertales gehören.

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Die Zuseher der ORF-Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“ haben den Dalaaser Formarinsee auf 1793 m Seehöhe zum schönsten Ort Österreichs gekürt.

Der Formarinsee liegt am Ende des Zugertals, inmitten des Lechquellengebirges. Über dem See thront die Rote Wand (2704 m), die ihren Namen nicht zufällig bekam: Ein markantes Band aus rotem Kalk durchzieht den mächtigen Berg.

Diese Gesteinsschicht ist reich an Ammoniten – ausgestorbene Kopffüßer der Kreidezeit -, was belegt, dass diese Region vor 145 Millionen Jahren ein tropisches Meer war.

Imposante Gipfel, die den idyllischen See bewachen, machen die Gegend rund um den Formarinsee zum Paradies für Wanderer. Von Dalaas aus führt ein schöner Wanderweg, anfangs durch Laub- und Nadelwälder, in gut 3 Stunden zum See. Doch auch wer es gemütlicher mag, muss nicht auf das Naturspektakel verzichten: Mit dem Wanderbus kann man von Lech am Arlberg bequem in die Nähe der „Freiburger Hütte“ fahren. Die Hütte ist ein beliebtes Ausflugsziel am Formarinsee.

Die Rote Wand ist hingegen nur etwas für erfahrene Wanderer und trittsichere Bergsteiger. Spektakuläre Routen, die Namen haben wie Freedom (Freiheit) oder Sangre de Toro (Stierblut), führen im oberen Bereich im zehnten Schwierigkeitsgrad zum Gipfel.